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Archiv für die Kategorie ‘Propheten des Islam’

Allahs Gesandte an andere Völker

Von der islamischen Hochschulgemeinde

Von den Bani Israel haben wir nun viel gehört. Aber ihre Geschichte ist noch nicht zu Ende. Allah hatte die Bani Israel unter allen Völkern auserwählt, um der Menschheit ein Zeichen zu setzen, damit alle daraus eine Lehre ziehen. Wie viele Gesandte hat Allah zu den Bani Israel geschickt, um sie zu ermahnen und zu erinnern, und wie oft hat Allah eine warnende Strafe über sie hereinbrechen lassen! Dennoch sind nur die wenigsten von ihnen treu Allahs Rechtleitung gefolgt. Die meisten haben Ihn sehr schnell vergessen und Seinen Geboten nicht gehorcht, um statt dessen ihren eigenen Launen zu folgen. Allah hat ihnen oft verziehen und ihnen immer wieder Gelegenheit gegeben, sich zu besinnen und Gutes zu tun, aber die meisten von ihnen waren undankbar und achtlos. Die Bani Israel sind wie ein Spiegel für die Menschheit. Wir sollen ihre Geschichte betrachten und daraus lernen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie sie. Wir sollen darauf achten, dass wir nicht hochmütig, gierig, neidisch, selbstgerecht und undankbar werden, sondern auf Allah vertrauen. Seinem Gesandten gehorchen und Gutes tun. Allahs Strafe sollen wir fürchten, aber wir sollen auch nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit aufgeben. Nachdem die Römer Jerusalem zerstört hatten, wurden die Bani Israel in alle Welt verstreut und unter alle Völker vermischt. Sie sind die Vorfahren der heutigen Juden. Unter ihnen gibt es gottesfürchtige Menschen, die neben Allah keine anderen Wesen anbeten, ehrlich und bescheiden sind und das einhalten, was von der Taurat übriggeblieben ist. Sie werden weder Furcht noch Trauer kennen. Aber es gibt unter ihnen auch viele, die nicht wirklich an Allah glauben, sondern an Macht und Reichtum. Sie bilden sich ein, immer noch Allahs auserwähltes Volk zu sein und sich darum anderen Völkern gegenüber hochmütig verhalten zu dürfen. Aber kein Mensch ist besser als der andere, es sei denn in seiner Liebe zu Allah.

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Isas wunderbare Geburt und Kindheit

Eines Tages zog sich Maryam an einen einsamen Ort östlich von der Stadt zurück, wo niemand sie sehen und stören konnte. Sie badete und wusch ihre Kleider und betete. Da erschien ein Engel in der Gestalt eines jungen Mannes, und als sie ihn sah, erschrak sie und sagte: „Allah beschütze mich vor dir! Geh weg, wenn du gottesfürchtig bist!” Der Engel erwiderte: „Ich bin nur ein Bote von deinem Herrn, und ich soll dir sagen, dass du einen Sohn bekommen wirst. Sein Name soll Masih Isa sein, Sohn von Maryam. In dieser Welt und im nächsten Leben wird er in Ehren gehalten werden, und er gehört zu denen, die Allah am nächsten sind. Denn er ist ein Wort von Ihm und ein Gesandter zu den Menschen. Als kleines Kind und als erwachsener Mann wird er zu ihnen sprechen.” „Wie soll ich denn ein Kind bekommen?” fragte Maryam. „Ich bin doch gar nicht verheiratet.” Der Engel sprach: „Dennoch, Allah erschafft, was Er will, denn das ist leicht für ihn. Wenn Er zu einem Ding sagt .Sei!’ dann ist es. Allah hat ihn als ein Zeichen der Barmherzigkeit bestimmt. Er wird ihn die Schrift und Weisheit lehren und zu den Bani Israel senden. Er wird ihn Wunder zeigen lassen als Beweis für die Wahrheit. Wenn sie doch nur glauben würden! Und er wird das Gesetz bestätigen, das Allah den Bani Israel dereinst am Berg Sinai gegeben hat.” So war es denn beschlossen, und Maryam wanderte weit fort von ihrer Heimatstadt, damit die Leute nicht anfingen, schlecht über sie zu reden, bis die bestimmte Zeit um war. Ganz allein, draußen im Freien unter einer Dattelpalme, gebar sie schließlich ihren Sohn. Erschöpft und mutlos rief sie aus: „Ach, wäre ich doch schon längst gestorben und ganz und gar vergessen!” Aber jemand tröstete sie und rief ihr zu: „Sei nicht traurig! Denn Allah hat unter dir einen Bach fließen lassen. Und schüttle nur den Stamm der Palme, dann fallen reife Datteln für dich herunter. Iß und trink und sei guten Mutes. Und wenn jemand dich neugierig anspricht, dann sag nur: ,lch bin heute beim Fasten, darum will ich auch mit den Leuten nichts Überflüssiges reden.’ ” Als Maryam gegessen und getrunken und sich ausgeruht hatte, beschloß sie, mit dem Neugeborenen zu ihren Angehörigen zurückzukehren. Sie nahm ihn auf den Arm und wanderte den ganzen langen Weg bis in ihre Heimatstadt zurück. Die Verwandten und Bekannten waren verwundert, als sie da mit einem Kind in den Armen daherkam. „O Maryam”, sagten sie, ..was hast du getan? Das ist doch wirklich allerhand! Dein Vater war doch kein schlechter Mensch und deine Mutter keine Herumtreiberin!” Und sie machten ihr Vorwürfe, sie hätte der angesehenen Familie Imrans Schande gemacht. Aber Maryam schwieg und deutete nur auf das Kind, um zu zeigen, dass es ein besonderes Kind sei. Erklären konnte sie ja nichts, und ihre Verwandten hätten ihr sicher kein Wort geglaubt. Auch so riefen sie empört: „Wir können doch nicht mit einem Wickelkind reden!” Aber zu ihrem größten Erstaunen fing das Kind von sich aus an zu sprechen:

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Die Geschichte von Maryam Von der islamischen Hochschulgemeinde Unter Zakariyas Verwandten gab es noch eine andere Familie, die Allah nicht vergessen hatte. Es war die Familie von Imran. Aber auch in dieser Familie gab es keinen Sohn, der ein Gelehrter im Tempel hätte werden können, nur eine erwachsene Tochter, die eine gottesfürchtige Frau war, und [...]

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Die Geschichte von Zakariya

Als die Bani Israel aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt waren und Jerusalem und die anderen Städte wieder aufgebaut hatten, hielten sie sich ein paar Generationen lang von allem Götzendienst fern. Zwar hatten die hochmütigen Gelehrten Uzeir aus dem Land vertrieben, aber das einfache Volk versuchte aufrichtig, Allah zu gehorchen und Gutes zu tun. Inzwischen waren jenseits des Mittelmeeres die Griechen zu einem mächtigen Volk geworden. Sie hatten ihre Nachbarvölker unterworfen und gingen nun daran, die ganze Welt zu erobern. Von den Griechen wissen wir, dass sie zahlreiche Bücher schrieben, die überall in der Welt verbreitet sind. Sie befassen sich vor allem mit Mathematik, Medizin und Philosophie. Berühmte Wissenschaftler wie Euklid, Plato, Aristoteles, Pythagoras und viele andere lehrten an ihren Schulen. Bis heute sind die Griechen für ihre Wissenschaften berühmt. Aber die Griechen glaubten überhaupt nicht an Allah, sondern dachten sich selbst Götzen aus, die sie anbeteten. Sie dichteten Sagen und Märchen über sie und feierten zu ihren Ehren ausschweifende Feste. So viele Götzen hatten sie, dass sie ständig Angst haben mussten, einen davon zu vergessen. Auch die berühmten olympischen Spiele waren ursprünglich ein Sportfest zu Ehren der griechischen Götzen. Jeder Teilnehmer musste diesen vor Beginn der Spiele ein Opfer bringen. Die Griechen brachten von den unterworfenen Völkern viele Reichtümer in ihr Land und führten ein verschwenderisches, luxuriöses Leben, ohne jedoch den Armen in ihrem eigenen Volk zu helfen oder das harte Los der Sklaven zu erleichtern, die für sie arbeiten mussten. In den eroberten Ländern aber ließen sie viele prächtige Tempel bauen, deren Ruinen bis heute zu besichtigen sind. Die jungen Leute unter den Bani Israel bewunderten die Griechen sehr und versuchten, ihre Lebensweise nachzuahmen. Die Wissenschaften zu studieren und zu meistern, wie es für gottesfürchtige Menschen eine Pflicht und eine Ehre ist, war ihnen jedoch zu anstrengend.

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Die Geschichte von Luqman Einer der weisesten Menschen, die je auf der Erde gelebt haben, war ohne Zweifel Luqman. Er wusste wohl, dass wahre Macht und wahrer Reichtum nur in Allahs Händen liegt, und Allah teilt den Menschen ihren Lebensunterhalt zu. Luqman führte ein bescheidenes Leben. Er erinnerte die Menschen an Allah und forderte sie [...]

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Die Geschichte von Ayyub

Ayyub war ein wohlhabender Mann. Er besaß ein schönes Haus, fruchtbares Ackerland und zahlreiche Herden von Rindern, Schafen und Ziegen. Er war verheiratet und hatte viele Söhne und Töchter, die zu schönen und klugen jungen Menschen heranwuchsen und ihm viel Freude bereiteten. Zu jedem war er freundlich, und gern half er den Armen und den fremden Reisenden und den Waisenkindern. Allah hatte Ayyub als Seinen Gesandten auserwählt und zu seinem Volk geschickt, um es zu ermahnen. Und das Volk hörte auf Ayyub und folgte Allahs Gesetz und Rechtleitung. Jeder ehrte Ayyub als Allahs Gesandten. Dies alles ärgerte Iblis, den Feind der Menschen. Er hatte ja geschworen, alle Menschen von Allahs Weg abzubringen, außer denen, deren Vertrauen auf Allah stärker war als seine Verführungskünste. Er meinte, wenn Ayyub nicht so reich und beliebt und geehrt wäre, dann würde er sicher nicht mehr so stark auf Allah vertrauen und eher bösen Gedanken zugänglich sein. Er schickte also die bösen Mächte aus, Ayyubs Habe zu vernichten. Und Allah ließ ihn gewähren, denn Er wollte Ayyub zum Vorbild für alle Menschen werden lassen. In wenigen Tagen verlor Ayyub seinen ganzen Reichtum. Seine Hirten kamen entsetzt zu ihm gelaufen und berichteten, dass Sturm oder Krankheiten seiner Rinder, Ziegen und Schafe getötet hatten. Sein schönes Haus stürzte ein, und sein Ackerland wurde von einer Flut überschwemmt und die ganze Ernte vernichtet. Aber Ayyub behielt sein Vertrauen auf Allah. Er sprach: „Allah ist genug für mich. Es gibt keinen Gott außer Ihm.” Aber Iblis gab noch längst nicht auf.

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Die Geschichte von Uzeir

Die Bani Israel verbrachten viele Jahrzehnte in der Gefangenschaft in Babylon und trauerten um ihre verlorene Heimat. Sie versuchten so gut es ging, sich an Allah und Sein Gesetz zu erinnern, obwohl die offenbarten Schriften zerstört waren und man sich nur auf Teile davon besinnen konnte. Aber sie beteten zu Allah und übernahmen nicht den Götzendienst der Babylonier. Selbst als der König ihnen eines Tages befahl, verbotene Speisen zu essen, weigerten sie sich. Damals lebte unter den Bani Israel ein Mann namens Uzeir. Allah hatte ihn beauftragt, ein Lehrer für die Bani Israel zu sein. Er war weit und breit bekannt für seine Weisheit und Aufrichtigkeit, so dass sogar der babylonische König seinen Rat suchte. Aber Uzeirs besten Rat, den Götzendienst aufzugeben und sich Allah zuzuwenden, nahm der König nicht an. Statt dessen wurde er zornig und vertrieb Uzeir aus dem Lande. Lange Zeit lebte Uzeir einsam in der Wüste. Da erhielt er eines Tages von Allah den Auftrag, nach Palästina zu reisen und die zerstörte Stadt Jerusalem wieder aufzubauen. Denn Allah wollte die Bani Israel bald in ihre Heimat zurückkehren lassen und das Reich von Babylon vernichten. Uzeir besorgte sich einen Esel und Speise und Trank als Wegzehrung und brach unverzüglich auf. Lange dauerte die einsame, beschwerliche Reise, bis er endlich in Palästina ankam. Gegen Abend entdeckte er in der Ferne das erste Dorf. Als er aber näher kam, fand er, dass die Häuser leer und halb zerfallen waren. Alles Hausgerät war fort, und überall lagen die gebleichten Knochen toter Tiere und sogar Menschengebeine herum. Gespenstisch sah es aus, und Uzeir war entsetzt und verlor alle Hoffnung.

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Die Geschichte von Yunus

Niniveh war die Hauptstadt des Assyrerreiches im Zweistromland. Es war eine prächtige Stadt, aber, wie anderswo im Zweistromland und anderswo in der Welt, waren die Menschen dort stolz und hochmütig, begingen Verbrechen und Ungerechtigkeiten und beteten selbstgemachte Götzen an, mit denen sie die einfachen Menschen betrogen und von der Suche nach der Wahrheit ablenkten. Allah wollte in diese Stadt einen Gesandten schicken und beauftragte Yunus, einen ehrlichen und gottesfürchtigen Mann, die Menschen zu ermahnen und vor Allahs Strafe zu warnen. Yunus kannte wohl die Geschichten von allen früheren Gesandten Allahs und wusste, dass die meisten Menschen nicht auf sie gehört, sondern sie verspottet und gequält hatten und oft sogar töten wollten. Was würden die hochmütigen Götzendiener in Niniveh sagen, wenn er sie ermahnte und vor der drohenden Strafe warnte? Sicher würden sie ihn auslachen, und wer weiß, was ihnen sonst noch alles einfiel! Ja, Yunus bekam regelrecht Angst. Zögernd fing er an, zu seinem Volk zu sprechen: „O mein Volk, dient nur Allah, denn es gibt keine wirkliche Macht außer bei Ihm, der euch erschaffen hat und am Leben erhält. Außer Allah gibt es keinen Gott.”

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Die Geschichte von Dhulkarnein

In einem anderen Teil der Erde schickte Allah Seinen Gesandten Dhulkarnein zu den Menschen und gab ihm den Auftrag, mit seinen Gefährten in die verschiedenen Himmelsrichtungen zu reisen und Rechtleitung und Gerechtigkeit unter den umliegenden Völkern zu verbreiten. Dhulkarnein „der Mann mit den zwei Hörnern”, aber selbst die größten Gelehrten haben vergeblich versucht herauszufinden, warum er so heißt, und manchmal haben sie ihn mit berühmten Königen oder mächtigen Feldherren verwechselt. Wahr ist nur, dass Allah ihn stark gemacht und ihm treue Gefährten gegeben hat, damit er seinen wichtigen Auftrag erfüllen konnte. Und Allah weiß es am besten. Dhulkarnein und seine Gefährten brachen also auf und folgten einem Weg, der weit nach Westen führte. Die kleine Schar sah aus wie ein gewaltiges Heer mit einem mächtigen Befehlshaber. Bald erreichten sie das Ende des Weges an einem schlammigen See, hinter dem die Sonne unterging. Dort lebte ein fremdes Volk, unter dem es gottesfürchtige, ehrliche und fleißige Menschen gab, aber auch gierige, unehrliche und hochmütige, die nicht auf Dhulkarneins Ermahnungen hören und Stattdessen ihre Landsleute dazu bringen wollten, ebenfalls hochmütig und gierig zu sein und Böses zu tun. Allah sprach zu Dhulkarnein: „Du kannst dieses Volk bestrafen oder ihm Freundlichkeit erweisen, wie du es richtig findest.”

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Die Geschichte von Ilyas

Von der islamischen Hochschulgemeinde

Nachdem Suleiman gestorben war, folgten ihm andere Könige. Nicht alle von ihnen waren weise und gerecht, und keiner von ihnen war mit Davud und Suleiman zu vergleichen. Sie waren stolz darauf, dass Davud und Suleiman dafür gesorgt hatten, dass die Bani Israel in Frieden in Palästina leben konnten, und dass es keine Götzendiener, Räuber und Diebe gab, aber sie taten nicht viel, um Frieden und Gerechtigkeit zu erhalten. Stattdessen versuchten sie, es den Königen der Nachbarvölker gleichzutun, die sich auf Kosten ihrer Völker selbst bereicherten und in Pracht und Luxus lebten. Sie heirateten sogar die Töchter ihrer götzendienerischen Nachbarkönige und erlaubten ihnen, ihre Götzen mit ins Land zu bringen. Bald war der Götzendienst unter den Reichen des Landes eine Mode geworden, und nicht lange danach war er überall verbreitet. Die Bani Israel beteten statt Allah einen furchtbaren Götzen namens Baal an. Zu seinen Ehren veranstalteten sie verschwenderische Feste, bei denen sie abscheuliche Dinge taten. Ja, sie opferten dem furchtbaren Baal sogar ihre eigenen Kinder. Da schickte Allah Seinen Gesandten Ilyas zu den Bani Israel, um sie an Allah zu erinnern und vor einer schrecklichen Strafe zu warnen.

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Suleiman wird König

Als Suleiman König wurde, verstand er nicht nur die Sprachen der Menschen, sondern auch die der Tiere und Vögel. Diese berichteten ihm alles, was sie auf ihren Streifzügen in der ganzen Welt sahen, alles Außergewöhnliche und Merkwürdige. Allah befahl dem Wind, Suleiman zu dienen, so dass dieser seine Schiffe über die Weltmeere in fremde Länder schicken konnte. Ja, sogar die Jinn und die Teufel mussten ihm dienen, und er befahl ihnen, auf dem Grund der Meere nach Perlen zu tauchen und andere schwere Arbeiten zu verrichten. Nun wirst du denken, dass Suleiman dann ungeheuer reich gewesen sein muss, wenn all diese Wesen seinem Befehl gehorchten und ihm Gold und Silber, Perlen und Edelsteine brachten. Tatsächlich waren seine Schatzkammern ständig mit kostbaren Dingen aus allen Ländern der Welt gefüllt. Aber Suleiman sprach: „Dies alles gehört nicht mir.

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Davud und Jalut

Die Philister fanden bald heraus, dass sie sich bei dem Angriff im Morgengrauen getäuscht hatten und vor ein paar Männern und ihrem König geflohen waren. Um diese Schande wettzumachen, beschlossen sie, sich an den Bani Israel blutig zu rächen und sie endgültig aus Palästina zu vertreiben. Sie sammelten alle kampffähigen Männer und zogen gegen Jerusalem. Die Bani Israel erfuhren, dass sich das Philisterheer ihrer Hauptstadt näherte, bereit zum tödlichen Angriff, und Angst ergriff das Volk. Alle griffen zu den Waffen und zogen mit ihrem König Talut den Philistern entgegen. Zu jener Zeit gab es unter den Bani Israel einen alten Mann, der viele Söhne hatte. Sie alle waren mit dem König ins Feld gezogen, bis auf Davud, dem jüngsten von ihnen, der noch zu klein dazu war. Er blieb bei seinem alten Vater und hütete die Schafe. Davud hatte eine außerordentlich schöne Stimme, und Allah gab ihm Lieder ein, die Seine Herrlichkeit priesen.

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Allah rettet Musa vor dem Pharao

Yusuf und seine Brüder hatten Kinder und Enkelkinder. Sie wurden alt und starben, aber ihre Nachkommen blieben in Ägypten und wurden zu einem großen Volk. Sie nannten sich Bani Israel (Kinder von Israel), nach ihrem Stammvater Yakub, der auch Israel hieß. So vergingen die Jahrzehnte und Jahrhunderte. Längst war auch eine neue Königsfamilie an die Macht gekommen, und längst erinnerte sich niemand mehr daran, wie Yusuf einst mit Allahs Hilfe das Land vor einer Hungersnot bewahrt hatte. Die Ägypter fingen an, die Bani Israel zu hassen, weil sie eine andere Sprache und Lebensweise hatten. Der Pharao behandelte die Bani Israel als seine Sklaven, und immer, wenn er eine neue Stadt, einen Palast oder einen Tempel bauen wollte, ließ er sie hart arbeiten und machte ihnen auch sonst das Leben schwer. Aber wie Allah schon vor langer Zeit Seinem Gesandten Ibrahim versprochen hatte, ließ Er die Bani Israel zu einem großen Volk werden. Schon bald fing der Pharao an, sich insgeheim vor den Fremden zu fürchten, denn er meinte, sie könnten ihn eines Tages vom Thron stürzen. Ohnehin hatte er große Angst um seine Macht, denn auch das ägyptische Volk hatte unter seiner Tyrannei sehr zu leiden und hätte sich jederzeit in einem Volksaufstand gegen ihn auflehnen können. Aber der Pharao hatte schon vorsorglich das Volk in Parteien geteilt und gegeneinander aufgehetzt, so dass sie durch ihre ständige Uneinigkeit keine Zeit hatten, über die Ungerechtigkeit im Land nachzudenken. Am gefährlichsten aber erschienen ihm die Bani Israel, denn sie weigerten sich offen, ihn anzubeten, wie er es in seinem Größenwahnsinn von den Ägyptern verlangte. Sie beteten nur zu Allah und lebten in Frieden als Volk von Brüdern. Oft hatte er überlegt, sie aus dem Land zu vertreiben, aber dann, so fürchtete er, könnten sie sich mit seinen Feinden gegen ihn verbünden. Sie alle zu töten, wie er es am liebsten getan hätte, wagte er auch nicht, denn sie hätten sich sicher gewehrt.

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Die Geschichte von Shuaib

Während sich Yakubs zwölf Söhne und deren Nachkommen in Ägypten ansiedelten, lebte in der Landschaft Madyan in Palästina ein Volk, das im Laufe der Zeit immer größer geworden war. Madyan lag genau an der großen Karawanenstraße, die Ägypten und das babylonische Reich miteinander verband. Diese beiden großen Weltmächte der damaligen Zeit tauschten Waren miteinander aus, die alle mit Kamelen über diese Straße transportiert wurden. Zuerst gab es in Madyan Rastplätze für die Reisenden. Schon bald entstanden auch Märkte, und im Laufe der Zeit wurde das Volk von Madyan immer gieriger nach Geld und Luxuswaren. Sie fingen an, die Kaufleute zu bestehlen und zu betrügen. Da es im Land viel Wald gab, lauerten sie auch nicht selten im Hinterhalt, um eine Karawane zu überfallen und die Diebesbeute selbst weiterzuverkaufen. Solche Lebensweise war im ganzen Volk verbreitet, und sie waren stolz auf ihren wachsenden Reichtum. Sobald aber einer von ihnen auf den Gedanken kam, hilfsbereit und ehrlich zu sein, Gier und Neid in seinem Herzen zu bekämpfen und dadurch den Weg zu Allah zu finden, dann machten seine Landsleute ihm das Leben unerträglich schwer. Sie sprachen zu ihm: „Allah hat uns Reichtum gegeben. Warum nicht soviel davon nehmen wie möglich?” Damit verdrehten sie alles, was Allah jemals den Menschen hatte sagen lassen. Dennoch gab es einige Menschen im Land, die daran dachten, dass aller Reichtum vergeht und sie einst zu Allah zurückkehren. Diese Menschen waren ehrlich und hilfsbereit zu Fremden und strebten danach, in sich selbst gute Charaktereigenschaften zu entwickeln. Unter diesen Menschen gab es einen Mann namens Shuaib, und diesen wählte Allah als Seinen Gesandten aus, um das Volk von Madyan zu ermahnen. Shuaib sprach zu seinem Volk: „O mein Volk, dient Allah. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Jetzt ist ein klares Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen. Gebt den Leuten volles Maß und Gewicht und unterschlagt nicht, was ihnen zusteht. Und bringt kein Unrecht in die Welt, nachdem Recht geschafft worden ist. Das ist besser für euch, wenn ihr nur ein Einsehen hättet.

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Die Geschichte von Yusuf

Von der islamischen Hochschulgemeinde

Ishak hatte einen Sohn, der Yakub hieß. Als er herangewachsen und ein Mann geworden war, heiratete er und bekam im Laufe der Zeit zwölf Söhne und zahlreiche Töchter. Diese halfen schon seit der frühesten Jugend ihrem Vater bei verschiedenen Arbeiten auf dem Feld oder hüteten die Schafe und Ziegen. Yakub war ein guter Vater. Er hatte alle seine Kinder lieb. Am meisten aber liebte er seinen zweitjüngsten Sohn Yusuf. Trotzdem verwöhnte und bevorzugte er ihn aber nicht, sondern war gegen alle seine Kinder gerecht. Eines Nachts hatte Yusuf einen Traum, und als er am Morgen aufstand, erzählte er ihn seinem Vater: „Ich sah, wie sich elf Sterne, Sonne und Mond vor mir verbeugten.” Da sah Yakub, dass Yusuf von Allah auserwählt war, um eine besondere Aufgabe zu erfüllen, Er sagte: „Mein lieber Sohn, sprich nicht mit deinen Brüdern über diesen Traum, denn sie werden sonst vielleicht neidisch und versuchen, dir etwas anzutun. Der Teufel ist ein verschworener Feind der Menschen und flüstert ihnen boshafte Gedanken ein. Du bist von Allah auserwählt, und Er wird dich die Deutung von Visionen und Ereignissen lehren und dir Gutes geben, so wie Er mir und meinen Vätern Gutes gegeben hat.” Yusufs Brüder waren ohnehin eifersüchtig und neidisch, und sie sprachen unter sich: „Unser Vater liebt Yusuf und unseren jüngsten Bruder mehr als uns alle. Am meisten liebt er Yusuf. Wir anderen sind ihm gleichgültig. Wirklich er ist alt, und sein Verstand ist nicht mehr klar.”

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Die Geschichte von Lut

Sodom war wirklich eine entsetzliche Stadt. Dort herrschte völlige Gesetzlosigkeit, und jeder tat, was ihm gerade einfiel. Und den Leuten von Sodom fielen nicht etwa schöne und gute Dinge ein, sondern es machte ihnen anscheinend großen Spaß, sich gegenseitig zu beleidigen und zu verachten. Ständig waren sie betrunken und taten alle Dinge, deren sich ein normaler Mensch schämen würde. Sie kümmerten sich überhaupt nicht um ihre Familien, sondern die Männer trieben sich mit Männern herum und trieben ihren Mutwillen miteinander, und die Frauen verließen ihre Kinder, um sich zu amüsieren und die Zeit totzuschlagen. Niemand war vor dem anderen sicher, und alles, was unsittlich war, gefiel ihnen. Außerdem kannten sie keine Gastfreundschaft. Immer wenn ein Fremder in die Stadt kam, hießen sie ihn nicht etwa willkommen und halfen ihm nicht, sich zurechtzufinden. Im Gegenteil, sie hielten ihn zum Narren und lachten über seine Hilflosigkeit. Inmitten dieser Stadt wohnte Lut mit seiner Frau und seinen Töchtern. Beständig sprach Lut als Gesandter Allahs zu diesem Volk. „Wollt ihr denn nicht Allah fürchten und Seinen Gesetzen gehorchen? Er hat mich zu euch gesandt, und mein Lohn dafür kommt nur von Ihm, dem Herrn der Welten. Außer bei Ihm gibt es keine wirkliche Macht.” Er ermahnte sie, einander zu achten und keine Schändlichkeiten zu begehen, und erinnerte sie daran, dass Allah die Menschen als Männer und Frauen erschaffen und ihnen eine besondere Würde gegeben hatte, damit sie einander lieben und Frieden und Geborgenheit beieinander finden. Die Menschen sollen einander helfen und sich nicht gegenseitig ausnutzen, verachten und betrügen.

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Die Geschichte von Ishak

Nach weiteren Reisen durch die Wüsten der arabischen Halbinsel wohnte Ibrahim mit seiner Frau Sarah eine Zeitlang in Palästina, ganz in der Nähe der Stadt Sodom, zu deren Bewohnern Allah Ibrahims Neffen Lut gesandt hatte, um sie zu ermahnen. Die Leute dieser Stadt waren übermütige, boshafte Menschen, vor denen niemand sicher sein konnte. Ibrahim wohnte auch nicht bei seinem Neffen in der Stadt, sondern in einer fruchtbaren Gegend ganz in der Nähe, wo seine Tiere reichlich Wasser und Weide finden konnten. Eines Abends kamen zwei fremde Reisende zu Ibrahims Hausund sprachen: „Friede sei mit dir/’ „Und mit euch sei Friede, ihr Fremden”, erwiderte Ibrahim und lud sie ein, hereinzukommen. Dann beeilte ersieh, ein gemästetes Kalb zu schlachten und für die Gäste ein gutes Essen zuzubereiten. Aber sie fingen nicht an zu essen, obwohl sie offensichtlich den ganzen Tag unterwegs gewesen waren und sicher hungrig und müde sein mussten. Ibrahim fragte höflich, ob sie denn nicht essen wollten, aber innerlich fürchtete er sich vor ihnen. Die Fremden aber sprachen: „Fürchte dich nicht vor uns. Allah hat uns geschickt, damit wir dir mitteilen, dass du einen weisen Sohn bekommen wirst’ „Bringt ihr mir diese Botschaft jetzt, wo ich alt geworden bin?” fragte Ibrahim zweifelnd. Aber die Fremden erwiderten:

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Ibrahim und die Götzen seines Vaters

Vor etwa 4000 Jahren lebte in der Stadt Ur im Zweistromland ein Mann namens Azar. Ur war damals eine prächtige Stadt mit hohen Gebäuden, breiten gepflasterten Straßen, Brunnen und Wasserleitungen. Dort wohnten reiche Kaufleute und berühmte Gelehrte, und es gab Theater und Bibliotheken. Aber die Menschen beteten nicht nur zu Allah, sondern auch zu unzähligen Götzen.

Außerdem hatten sie die Himmelskörper erforscht, um daraus die beste Zeit für Aussaat und Ernte und viele andere Dinge zu berechnen; aber im Laufe der Zeit übernahmen sie den Aberglauben, Sonne, Mond und Sterne seien selbst die Ursache für die Ereignisse auf der Erde, und man könnte aus ihnen das Schicksal der Menschen ablesen. Darum beteten sie auch die Himmelskörper an. Tag und Nacht waren sie von der Angst geplagt, dass sie Gebet oder Opfer für einen ihrer Götzen vergessen könnten und dieser dann zornig würde.

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